Zum 40 Jährigen Jubiläum der Ford Werke Saarlouis, einer der grössten Arbeitgeber an der Saar, haben wir hier eine Sonderseite erstellt.

„Der Unternehmer des Jahrhunderts“

* Schon mit 12 Jahren richtete Henry Ford sich eine eigene Werkstatt ein, mit 15 baute er die erste Dampfmaschine und mit 16 begann er in Detroit eine Lehre als Maschinist. Es folgten u.a. Gelegenheitsarbeiten in Detroiter Fabriken.
* 1888 heiratete Ford Clara Bryant, 1891 wurde Ford Ingenieur bei der Edison Illuminating Company in Detroit.
* Ab 1893 hatte Ford als Leitender Ingenieur genug Zeit und Geld für eigene Experimente mit Verbrennungsmotoren.
* 1896 wurde sein Traum vom selbst fahrenden Fahrzeug mit dem „Quadricycle“ Realität, quasi dem ersten Ford.
* 1898 kündigte Henry Ford bei Edison und gründete die Detroit Automobile Company, die jedoch bankrott ging. Ford ließ sich nicht entmutigen und begann mit dem Bau von Rennautos, der legendären „Sweepstakes“.
* 1903 gründete Ford mit elf weiteren Investoren und 28.000 US-Dollar Kapitaleinlage die Ford Motor Company. Das erste hier gebaute Fahrzeug wurde am 23. Juli 1903 verkauft.
* Mit dem T-Modell verwirklichte Henry Ford kurz darauf seinen Traum, ein zuverlässiges und effizientes Automobil zu einem vernünftigen Preis zu bauen – und begründete eine neue Ära im Personenverkehr.
* 1919 kauften Henry Ford und sein Sohn Edsel die Anteile aller Kleinaktionäre im Gesamtwert von 105.568.858 Dollar und wurden zu den alleinigen Besitzern des Unternehmens. Henry Ford übergab die Präsidentschaft an Edsel – bis zu dessen Tod 1943.
* 1945 trat Henry Ford zum zweiten Mal als Präsident zurück und übergab die Führung an seinen Enkel Henry Ford II.
* 1946 wurde Henry Ford beim American Automotive Golden Jubilee für seinen Beitrag zur Automobilindustrie gewürdigt. Zudem verlieh ihm das American Petroleum Institute für seinen herausragenden Beitrag zum Wohle der Menschheit die erste Goldmedaille seines Lebens.
* Am 7. April 1947 um 23.40 Uhr starb Henry Ford in seinem Haus in Fairlane/Dearborn – wegen eines Hochwassers bei Petroleumlampen und Kerzen, wie bei seiner Geburt 83 Jahre zuvor.

Quelle: http://www.ford.de/UeberFord/Geschichte

Aufbau des Ford Werkes Saarlouis, 1966: Baubeginn im Herbst 1966. Mit zehn Millionen Mark erschloss die Stadt Saarlouis das Oedland auf dem Ršderberg. Ein Kapitaleinsatz, der sich lohnte. Heute macht das Steueraufkommen des Ford-Werks rund 30 Prozent des staedtischen Haushaltes aus. (1980)

JUBILÄUM BEI FORD IN SAARLOUIS: VOR 40 JAHREN
ROLLTE DAS ERSTE FAHRZEUG VOM BAND

Fast zwölf Millionen Autos produziert – “Motor der Wirtschaft” im Saarland

SAARLOUIS, 11. Januar 2010 – Runder Geburtstag im Ford-Werk Saarlouis: Vor 40 Jahren – am 16. Januar 1970 – rollte dort der erste Ford Escort vom Montage-Band. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte von Ford in Saarlouis bereits 1966 mit der Grundsteinlegung des Werkes. Zwei Jahre später begann im Presswerk die Produktion von Karosserieteilen. 1970 schließlich wurde der erste Ford Escort – der legendäre “Hundeknochen” – gebaut. Seitdem wurden in Saarlouis fast zwölf Millionen Fahrzeuge produziert.

Für Henry Ford II. war das Ereignis im Juni 1970 eine weite Reise wert: Von Detroit kam der Firmenlenker ins Saarland, um den neuen Ford-Standort auf dem früheren Flugplatz Röderberg auch offiziell zu eröffnen.

Viele ehemalige Bergleute und Stahlkocher, die durch die Krise der Montanindustrie an der Saar in ihrer beruflichen Existenz gefährdet waren, fanden bei Ford einen sicheren Arbeitsplatz. Bei Produktionsbeginn vor 40 Jahren arbeiteten insgesamt 2.143 Beschäftigte in der neuen Automobilfabrik. Das Saarlouiser Ford-Werk gilt als “Motor der saarländischen Wirtschaft” und Impulsgeber für die Automobil-industrie. Denn während der vergangenen 40 Jahre siedelten sich zahlreiche Automobil-Zulieferer im Saarland an und schufen neue Arbeitsplätze. Nach Berechnungen der Industrie- und Handelskammer Saarbrücken sind heute im Saarland bei rund einer Million Einwohnern fast 24.000 Menschen in der Automobilbranche beschäftigt. 2008 erzielte die Branche nach den IHK-Angaben einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro und damit zwei Fünftel des gesamten Industrieumsatzes. Bei dem in der Automobilbranche Beschäftigten pro 1.000 Einwohner nimmt das Saarland im bundesweiten Statistikvergleich vor Baden-Württemberg und Bayern den Spitzenplatz ein.

Das Ford-Werk in Saarlouis nahm in den vergangenen 40 Jahren eine rasante Entwicklung. Schon nach drei Jahren (1973) wurde das 500.000. Fahrzeug gebaut. Neben dem Ford Escort fertigten die saarländischen Beschäftigten zwischen 1971 und 1975 den Capri (147.080 Einheiten), von 1976 bis 1980 den Fiesta (722.160) und zwischen 1983 und 1993 den Orion (506.772). Rekorde erreichte der Escort, der bis zum Produktionsbeginn des Ford Focus im August 1998 über sechseinhalb Millionen Mal von den Saarlouiser Fertigungsbändern rollte. Die Ford Focus-Baureihe wurde bis heute 3.494.073 Mal gebaut. Zu der Ford Focus-Modellreihe, die auch die sportlichen Ford Focus ST (ab 10/2005) und den Ford Focus RS (ab 1/2009) umfasst, kamen der Ford C-MAX (ab 06/2003) und das Crossover-Fahrzeug Ford Kuga (ab 2/2008) hinzu. Im Jahr 2009 hat Ford in Saarlouis bei einem Tages-volumen von rund 1740 Einheiten insgesamt 339.717 Fahrzeuge gebaut. 2008 liefen im Ford-Werk Saarlouis 402.554 Fahrzeuge vom Band. Über 80 Prozent der Fahrzeuge gehen in den Export. Die wichtigsten unter den über 60 Auslandsmärkten sind Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Benelux. Ford Focus-Modelle werden von der Saar aus aber auch bis nach Australien und Neuseeland, Singapur und Südafrika exportiert.

Ford in Saarlouis ist heute mit 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weiteren 2.000 Beschäftigten im angeschlossenen Zuliefererpark der größte Arbeitgeber im kleinsten Flächen-Bundesland. Insgesamt weit mehr als drei Milliarden Euro hat Ford während der 40 Jahre in seinen saarländischen Standort investiert und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Werkes gefördert. So wird die nächste Generation des erfolgreichen Ford Focus, deren Serienstart Ende 2010 vorgesehen ist, auf Grund einer Entscheidung der Ford Motor Company ausschließlich in Saarlouis gebaut. Der Standort bleibt damit das “Lead Plant” (Stammwerk) und einziger westeuropäischer Fertigungsstandort für diese Modellfamilie. Die Weltpremiere hat der Ford Focus der nächsten Generation auf der “North American International Auto Show” (NAIAS) in Detroit (11. Januar bis 24. Januar 2010).

Mit seinen Standorten Köln, Saarlouis sowie Genk und Lommel in Belgien und insgesamt rund 29.000 Beschäftigten gehört Ford zu den führenden Automobil-herstellern in Deutschland: Alleine in Köln, seit 1999 auch Sitz der Europazentrale, beschäftigt die Ford-Werke GmbH über 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen. Mit der ebenfalls zur Kölner Ford-Werke GmbH zählenden Fertigungsstätte im belgischen Genk (Provinz Limburg) baut das Unter-nehmen jährlich über eine Million Autos. Ford in Deutschland ist heute mehr denn je exportorientiert: Rund 80 Prozent der Fahrzeuge werden von Köln und Saarlouis in über 60 Länder ausgeführt – bis nach Japan, Neuseeland, Australien und Südafrika.

Die Geschichte von Ford in Deutschland begann 1925 mit einem kleinen Montage-betrieb im Berliner Westhafen. 1931 erfolgte dann durch das Engagement des dama-ligen Kölner Oberbürgermeisters und späteren ersten Bundeskanzlers Dr. Konrad Adenauer die Ansiedlung im Kölner Norden. Heute zählt der Industriekomplex in den Kölner Stadtteilen Niehl und Merkenich mit der Fahrzeug-, Motoren- und Ge-triebeproduktion, Design, dem John-Andrews-Entwicklungszentrum sowie dem zen-tralen Ersatzteildepot zu den wichtigsten Standorten des globalen Ford-Konzerns. Darüber hinaus ist das eng vernetzte Ford Forschungszentrum Aachen (FFA) eine der wichtigsten Denkfabriken des Unternehmens zur Entwicklung neuer Technologien für zukünftige Fahrzeug-Generationen.
Hinweis an die Redaktionen: Zu diesem Text sind Fotos aus der Geschichte des Ford-Werks Saarlouis für redaktionelle Zwecke kostenlos abrufbereit unter www.presseportal.de mit dem Suchbegriff Ford. Außerdem über den folgenden Weblink: www.fordpresse.fordmedia.eu/2010/01/16