Salvator salva nos

Der Tag der Einweihung der Salvator-Kirche in St.Barbe(heute St.Barbara) sei ein Aufbruch für alle Pfarrkinder zu dem , von dem wir alles haben und in dem wir alle sind. Es sei ein Markstein im Leben der Gemeinde St.Barbe. Endlich ein eigenes Gotteshaus. Seit vielen jahren hat man danach gerungen. Der Krieg hatte den Ort zu zwei Drittel zerstört. Mit Mut und Kraft haben alle wieder eine Heimstatt sich geschaffen. Nun sollte dem Allerhöchsten der Dank dargebracht sein. Er fand Ausdruck in dem Bau der Salvator-Kirche. Gott hat das Werk gesegnet, er hat die Mutigen und Tapferen gestärkt. Bei der Berufung nach Wallerfangen war die Auflage gegeben, dem Herrn dort oben ein Haus zu bauen. Groß waren die mühen und Sorgen. Aber es war nicht umsonst. Begeisterte und frohe Mitarbeiter waren und sind mir gegeben. Mit vereinter Kraft haben wir es geschafft. Darum Dank dem Herrn im ersten Opfer in der neugeweihten Stätte, der uns berufen zur Arbeit. Mein seliger Vorgänger Dechant Hartz hat die Grundlage gelegt in der Sicherung des Platzes im Orte. Er ist es, der das Wollen und Vollbringen bewirkt. Allen, die freudig und gerne durch die Tat, durch die Gaben dem Werke gedient, möge er es lohnen.
Die Bischöfliche Behörde in Trier hat mit Wohlwollen und auch mit namhafter Spende uns zur Seite gestanden. Die Regierung des Saarlandes hat durch ihre großzügige Hilfe in jeder Form die stattliche Größe des Baues ermöglicht. Sie gaben uns Vertrauen und Freude für das Werk. Darum sei unser Dank ihnen gewiß.

Droben stehet die Salvator-Kirche,
schauet still ins Tal hinab.
Festgefüget sind die Mauern,
hochgeführt der wuchtige Turm,
Wahrzeichen der Gemeinde St.Barbe.
Weithin schauet er ins Land.
Ein gewaltiges Sursum corda. (=Erhebet die Herzen)
Bleibet treu dem heiligen Glauben.
Hütet das Erbe des Vaters.
Stehet fest auf dem Felsen
auf dem sie erbauet.
Machet das Haus lebendig
Durch eure Treue, durch eure Liebe.
Die Kirche ruft, höret ihr Rufen.
Arbeitet und strebet wie bisher.
Der Herr hat Wohnung und Wohnrecht
in Eurer Mitte. Nie verlösche das Licht,
nie versage das Leben.
Heiliges Licht leuchte in mir,
heiliges Licht leuchte aus mir.
Das sei mein Wunsch und mein Gebet alle Tage.

Der Pastor Josef Hoff im Jahre 1954